EVENTS: BERLIN FASHION WEEK – REVIEW

Und ganz tatsächlich, so schnell war sie wieder vorbei: die Berlin Fashion Week. Wochenlang darüber Gedanken gemacht, gefühlt tausende Outfits anprobiert, hunderte E-Mails geschrieben und beantwortet – und dann war nach 3 Tage schon alles vorüber. Ja, die Vorbereitungen auf dieses Event, bei welchem gefühlt ganz Berlin Kopf steht, sind lang und kosten viele Nerven. In meinem letzten Post habe ich euch ja bereits von meinen Plänen und Wünschen, meinen Ängsten und Verzweiflungen erzählt – jetzt kommt eine Review zu der Woche, die alle nur liebevoll die Woche des “Modezirkus” nennen.

Beginnen wir mal damit, dass mich eine 8 Stündige Busreise von München nach Berlin erwartete. Dass es nicht angenehm werden würde war mir klar – nicht umsonst habe ich wenige Stunden vor der Abfahrt noch verzweifelt nach günstigen Last-Minute-Flügen gesucht – aber wie ihr seht, ohne Erfolg. Also fuhr mich mein Freund nachts um 11 zum ZOB in München. Eine halbe Stunde vor Abfahrt, in der Hoffnung, zwei Plätze für mich alleine zu bunkern, ein bisschen Schlaf wäre ja schließlich nicht schlecht, wenn eine solche stressige Woche bevorsteht. Ja, was soll ich euch erzählen, meine Hoffnungen wurden mit drei Worten des Busfahrers auch wieder zerstört “Wir. Sind. Ausgebucht.” Na toll. Viel Schlaf hab ich nicht abbekommen, dafür aber ein vollgesabbertes Shirt – anscheinend hatte ich doch eine kurze Tiefschlafphase.

In Berlin angekommen hieß es dann erstmal zum Hotel zu kommen, das lag nämlich gefühlt einmal quer durch ganz Berlin. Zum Glück hatte ich nur meinen 20kg schweren Koffer, eine große Tüte mit einem vollgesabberten Schlafkissen und meine Tasche dabei – jetzt noch ne Stunde U-Bahn-fahren und dabei 4 Mal umsteigen – Null Problemo. Endlich angekommen, kam mir auch gleich Sassi entgegen, die glücklicher Weise unser Zimmer im Hotel “The Yard” arrangiert hatte. Ja, was soll ich sagen, das Hotel glich einem skandinavischen Designmöbel-Laden – also voll mein Ding und mehr als instagramable. Aber überzeugt euch selbst von den Fotos.

Viel Zeit zum Ankommen hatten wir nicht – auch wenn ein kleines Frühstück mit 4 Mini-Croissants gerade noch drin war. Denn es ging gleich los zu unserer ersten Show im Kaufhaus Jandorf – Ewa Herzog. Das Kaufhaus Jandorf ist für mich ein Ort, an den ich sehr gern komme. Irgendwie scheint hier das Herz der Fashionweek zu schlagen, auch wenn nicht alle Shows hier stattfinden. Das alte Gebäude wirkt mit den ganzen fashionaffinen Menschen einfach ganz anders – irgendwie richtig modern. Wir holten also unsere Tickets ab und suchten uns unsere Plätze. Die Show an sich war großartig, die Mode absolut alltagstauglich – viele Kleider hätte ich am liebsten sofort eingepackt und geshootet.

Anschließend ging es zum ersten Event: dem Fashionblogger Cafe, diesmal mit dem Titel “The Beach”, was seinem Namen noch alle Ehre machen sollte. Dieses Event wird zu jeder Fashionweek in Berlin von Styleranking veranstaltet. Die Location war super gemütlich, alles voll mit Sand (was für meine Wildleder-Ballerinas vielleicht nicht der größte Vorteil war, aber das hätte ich mir bei “The Beach” ja auch denken können) und vielen Liegestühlen. Außerdem hatten wir dort die Möglichkeit, einige Vorträge zu hören, bei denen wir auch selbst Fragen stellen konnten. Natürlich war auch für das leibliche Wohl gesorgt und wir wurden mit leckerem und vorallem gesunden Essen und Drinks versorgt. Gut gestärkt ging es dann weiter in die Stadt zum nächsten Event, dem Pressday von Reichert+. Super viele coole Marken waren dort vertreten – und wir hatten die Möglichkeit, uns von verschiedenen Beautyspezialisten verwöhnen zu lassen. Leider waren wir vom ganzen Tag so platt, dass wir uns lieber für eine Runde Vapiano entschieden – und eine kleine Shoppingrunde am Kudamm. Die fiel aber wirklich ganz, ganz klein aus (1 Laden: & other stories!). Und somit war der erste Tag auch schon vorbei und wir fielen an diesem Abend mehr als erleichtert ins Bett.

Der zweite Tag (es war Mittwoch) sollte der stressigste aber auch spannenste Tag unserer Woche werden. Begonnen hat dieser mit einem Brunch in der InStyle-Lounge, einem der besten Events zum Austauschen mit anderen Bloggern und vorallem Marken. Hier verbachten wir viel Zeit (nicht nur am Buffet!), und konnten tolle, neue Kontakte knüpfen. Außerdem gab es auch hier viele Angebote an Beauty-Treatments: Nägel machen, Haare stylen, eigenes T-Shirt designen…uns wurden definitiv nicht langweilig und wir blieben tatsächlich mehrere Stunden dort.

Wir wären mit Sicherheit auch noch länger geblieben, wäre nicht die erste Show dieses Tages angestanden: Rebekka Ruetz. Auch hier saß ich einfach nur sprachlos auf der Bank, denn ich hätte hier am liebsten meinen kleinen Geldbeutel ausgepackt und geschrien “Ich will das haben!”. Hach, wenn das nur alles so einfach wäre. Spaß beiseite, die Kollektion war wirklich ein Traum. Ganz anders als Ewa Herzog, viel bunter und verspielter – aber absolut großartig!

Ganz ohne Eile blieben wir nach der Show einfach im Kaufhaus Jandorf sitzen – denn gleich im Anschluss besuchten wir die Show von Maisonnee. Die Mode würde ich als luftig bezeichnen – viele leichte Stoffe, teilweise auch Leder wurden gezeigt. Von den Farben her standen vorallem Schwarz, Bordeaux und Beige im Vordergrund – was für ein Zufall – genau meine Farben! Auch hier muss ich sagen, dass die Kollektion wirklich alltagstauglich ist, viele Teile kann man in so ziemlich allen Lebenslagen tragen, ob mit der Freundin im Cafe, mit der Mama beim Shoppen oder zum Date im Kino – Maisonnee könnte immer dabei sein. Aber seht selbst:

Danach wurde es spannend und vorallem: knapp! Denn die letzte Show des Tages stand an, die fand allerdings nicht im Kaufhaus Jandorf statt, sondern einige Straßen weiter. Völlig verzweifelt suchten wir nach der Show nach einem Taxi, das uns dorthin bringen würde – aber diese Idee hatten nicht nur wir. Letztendlich haben wir es wohl der Dreistigkeit einer unserer Mitfahrerin zu verdanken, die es glücklichweise schaffte, ein Taxi zu beschaffen – Puff. Die letzten Meter zur Show mussten noch gerannt werden – was für ein Glück, dass ich nur 3 Goodiebags, meine fette Kamera und meine Tasche mit 2 Paar weiteren Schuhen dabei hatte (first world problems!). Um zum Punkt zu kommen: es hat alles geklappt und wir kamen rechtzeitig zur Location von Marcel Ostertags Show. Die Kollektion bestach vorallem durch eins: luftige und vorallem printlastige Mode. Viele Prints mit Insekten standen im Fokus, genauso aber auch Kleidungsstücke, mit viel Glitzer und Pailletten. Auch wenn ihr wisst, dass ich kein großer Fan von “Glitzi-Glitzi” bin, so war mein Lieblingslook der Show tatsächlich ein solcher. Wunder gibt es immer wieder. Marcel Ostertag sei Dank.

Auf eine Aftershow-Party haben wir es körperlich einfach nicht mehr geschafft, obwohl die bestimmt super geworden wäre. Wir haben uns dann lieber bei McDonald’s am Alexanderplatz verschantzt – und erstmal richtig was gegessen. Das vergisst man an einem solchen stressigen Tag nämlich ganz leicht. Angekommen im Hotel wurden dann nur noch die Fotos des Tages begutachtet – und für gut empfunden. Also ging es relativ früh Schlafen, denn der nächste spannende Tag stand ja wieder vor der Tür.

Tag 3 aka der letzte Tag meiner Fashion Week. Dieser startete völlig entspannt, ein bisschen Koffer packen, ein bisschen Frühstücken, ein bisschen U-Bahn fahren. Das erste Event trug den Titel “hashtag.love” und war definitiv einen Besuch wert. Denn hier hatten wir die Möglichkeit Vorträge zu hören, die Themen bearbeiteten, die für uns tatsächlich von großer Bedeutung sind: SEO-Optimierung und rechtliche Hinweise zur richtigen Kennzeichnung von Werbung. Danach gab es noch einen kleinen Brunch, bevor es wieder zurück ins Kaufhaus Jandorf, zur letzten Show der Woche, ging. Diese war vom Designer-Duo Steinrohner und auch hier war die Kollektion ein Traum. Um ehrlich zu sein: ich hätte so ziemlich jedes Teil davon gerne in meinem Kleiderschrank hängen. Um es abzuschließen: die Steinrohner-Show war definitiv meine Lieblingsshow und die Kollektion auch mein Favorite – Hut ab vor dem Duo, ihr seid der Hammer! Meinen Favoriten könnt ihr übrigens hier sehen:

Bilder via Fashion Bold

Gleich danach ging es zum letzten Event: dem Pressday von Hashmag. Auch hier gab es neben vielen Leckerein (und ja, ich spreche hier von der “Wonder Waffle”, einer Waffel mit Nutella, Oreo und meinem Namen in Schokosoße geschrieben) auch viele tolle Marken anzutreffen. Total vertieft im Gespräch hatte ich das Glück(!) kurz auf die Uhr zu schauen – und festzustellen, dass ich absolut zu spät dran war. Nach einer 10-sekündigen Verabschiedung raste ich auch schon los, hektisch auf der Suche nach einem Taxi, was wieder ein Problem darstellte. Ein kurzer Anruf und das Taxi kam wenige Minuten später. Schnell zum Hotel, Koffer packen (das heißt: irgendwie Tetris spielen) und schnell auschecken. Denn das zweite Taxi zum ZOB stand schon vor der Tür. Nach einer kurzen, netten Begrüßung (“Ich wollte gerade eben weiterfahren!”) hetzten wir uns durch den Berliner Arbeitsverkehr und kamen gerade noch rechtzeitig an. Der Bus stand bereit, ich konnte einchecken und mich auf meinen zwei freien Plätzen in Richtung München auf den Weg machen. Unterhaltung gab es in Form von “Jurassic Park” (der erste Teil ist definitiv der beste!) auf meinem Handy und die 7 Stunden vergingen schneller als gedacht. Um 00:30 Uhr holte mich mein Freund dann am ZOB ab – und die Berlin Fashion Week war somit auch geistig vorbei.

Im folgenden Bild seht ihr übrigens auch Sassi’s und mein Outfit von Tag 3 – denn ja, wir wurden von einem Streetstyle-Fotografen fotografiert.

Abschließend möchte ich euch natürlich auch noch kurz meine Meinung über diese 3 Tage mitteilen. Wie bereits im Januar erwähnt, hatte ich auch diese Saison etwas Angst vor dem Verhalten der anderen Blogger. Denn ja, ich bin mit meiner kleinen Followerzahl vielleicht nicht so interessant für ein Gespräch wie jemand, der eine 5-fache Followerzahl wie ich vorweisen kann. Bin ich deshalb weniger wert? Weniger wert, sich mit diesem jemand zu unterhalten? Den Eindruck hatte ich dieses Mal leider auch an manchen Stellen, wobei ich auch erwähnen muss, dass ich super viele liebe Bloggerkolleginnen kennenlernen durfte, bei denen ich das Gefühl nicht 1 Sekunde hatte. Außerdem durfte ich viele Mädels kennenlernen, die ich zuvor nur von Bildern und ihren Instastories kannte. Positiv überrascht war ich auch von vielen Marken – die scheinen nämlich in letzter Zeit mehr auf den Content als auf die Zahl in deinem Instagram-Profil zu achten. Genauso wie einige PR-Agenturen – diesen bin ich sehr dankbar, dass sie mir nicht das Gefühl geben, weniger Wert zu sein oder eine schlechtere Bloggerin darzustellen, als eben meine “Kolleginnen”. Alles in allem hatte ich eine tolle Zeit mit meinen Mädels, und bin mehr als dankbar dafür, dass ich diese 3 Tage wieder mit ihnen verbringen durfte. Sassi’s Blogpost findet ihr übrigens hier.

Auch wenn der Fashionwahnsinn keine Grenzen kennt und die Oberflächlichkeit nicht wegzudenken ist, so bin ich trotzdem froh, ein Teil dieser großen Leidenschaft gewesen sein zu dürfen, die uns alle verbindet: der Mode.

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7 Kommentare

  1. Juli 14, 2017 / 1:03 pm

    Süße der Blogposts ist wirklich super! Und ich bin da völlig deiner Meinung. Nur weil man weniger Follower hat heißt das doch nicht gleich, dass man weniger Wert ist! Ich kenne und liebe so viele kleinere Blogger weil sie so tollen Kontent haben – genau wie du! Schade, dass wir uns auf der Fashion Week nicht wirklich gesehen haben – aber dafür ja gestern 🙂

    • Lisa
      Juli 14, 2017 / 1:09 pm

      Danke du liebe! Deine Worte tun echt gut 🙂 Fands toll, dass wir uns gestern gesehen haben, hoffe das kommt in der nächsten Zeit öfter vor 🙂 <3

  2. Emma Harriet
    November 23, 2022 / 11:45 am

    ¡La dulzura de las publicaciones del weblog es realmente increíble! Y definitivamente te considero. ¡El hecho de que tengas prostitutas Tucuman menos fans no significa que realmente valgas menos!

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  4. Oktober 5, 2023 / 2:17 pm

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