MERCEDES BENZ FASHION WEEK BERLIN

Ich hätte nie, wirklich nie gedacht, dass irgendwann mal der Tag kommen würde, an dem der Satz „Ich fahre zur Fashion Week“ aus meinem Mund kommen würde. Aber ja, so ist es. Ich war tatsächlich Gast auf der diesjährigen Mercedes Benz Fashion Week in Berlin.

Wo ich anfangen soll, weiß ich gar nicht so recht. In meinem Kopf ist alles noch so wüst und durcheinander und ich habe das Gefühl, dass ich das was ich alles erlebt habe, gar nicht wirklich in Worte fassen kann. Aber beginnen wir einfach mal mit den Vorbereitungen.

Wann ich genau entschieden habe, zur Fashion Week zu fahren, kann ich euch sagen. Ich war letztes Jahr im Sommer unglaublich eifersüchtig auf all die jenigen, die dabei gewesen sind. Auf der Arbeit zu sitzen und sich gefühlt tausende Snaps von anderen Bloggerinnen reinzuziehen, die sich gerade in Berlin befanden, war schrecklich für mich. In diesem Moment habe ich mir geschworen, dass ich beim nächsten Mal unbedingt auch dabei sein muss.

Als es dann endlich soweit war, ich alle Outfits gepackt hatte und der Terminplan stand, ging es auch schon los. Ich war so unglaublich aufgeregt und hatte wirklich keine Ahnung was mich erwarten würde. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich etwas Angst davor. Bei vielen Bloggerinnen hatte ich Beiträge gelesen, in welchen sie erklärten, warum sie dieses Jahr nicht zur Fashion Week fahren werden. Natürlich hatten alle viele unterschiedliche Gründe, aber einen konnte ich bei fast allen lesen: die Fashion Week mache dich kaputt. 

Ich als Mädchen vom Lande bin zwar nicht unbedingt schüchtern, aber das allergrößte Selbstbewusstsein habe ich auch nicht immer – vor allem dann nicht, wenn es um so etwas wie die Fashion Week geht. Zu lesen, dass man dort wie der letzte Depp behandelt wird, wenn man nicht gerade 500k in seinem Instagramprofil stehen hat, macht einen schon irgendwie unsicher. Manche berichteten sogar davon, dass ihr Selbstbewusstsein nach der Modewoche vollkommen genickt war und man sich vorkomme wie ein „Nichts“. Und dann soll ich da hin fahren?

Nichts desto trotz habe ich dennoch beschlossen, mich von den einzelnen Blogposts nicht unterkriegen zu lassen und einfach meine eigenen Erfahrungen damit zu machen. Also ging es für meinen Freund und mich am Montagmorgen gegen 05:00 Uhr auf zum Münchner Flughafen. Dort trafen wir auch unseren lieben Freund Mr Gentleguy, mit dem wir sogar im gleichen Flieger saßen. Angekommen in Berlin ging es dann erstmal los zu unserem Hotel, dem Meininger Hotel in der Oranienburg Straße 68.

Ich habe euch ja schon in meinem letzten Post von unserem Besuch im Meininger Hotel in Salzburg berichtet. Wie beim letzten Mal waren wir auch diesmal absolut begeistert. Das Personal dort ist unglaublich freundlich und hilfsbereit. Die Zimmer sind tiptop und sehr modern und die Lage war dieses Mal einfach unschlagbar! Nur eine S-Bahn-Station zum Herzen der Fashion Week – besser gings echt nicht! Alles in allem kann ich euch dieses Hotel wieder einmal nur ans Herz legen, es gibt sie in vielen großen Städten in Europa – wenn ihr also wieder einmal einen Städteurlaub buchen wollt, kann ich euch die Meininger Hotels wirklich nur empfehlen, aber seht selbst:

Meininger Hotel – Berlin Mitte – Oranienburger Straße 67-68, Berlin, www.meininger-hotels.com

Nachdem wir in unserem Hotel eingecheckt hatten, hatten wir noch ein bisschen Zeit und erkundeten die Läden in unserer Umgebung, bevor es für mich zu meiner ersten großen Show ging: der Maybelline Hot Trends Xhibiton.

Bild : via Ok-Magazin

Ich hatte im Vorfeld schon ein wenig geschaut, wer denn auch bei dieser Show sein würde – zunächst erfolglos. Dann aber sah ich bei der lieben Sarah von Sariety in ihrer Instatstory, dass sie auch dort hingehen würde. Also hab ich ihr natürlich gleich via Direct Message geschrieben und wir haben uns gleich für die Fashion Show verabredet. Ich war so dankbar, dass wir dort zusammen hingegangen sind! Als wir dort angekommen sind, war erstmal ein großes Gewusel und niemand wusste so recht, wo man sich anstellt. Nach ein paar Minuten ging aber alles ganz flott und wir waren im Innern der Halle. Dort wimmelte es nur so von großen Bloggern, Youtubern und natürlich Promis! Wir beide waren natürlich erst einmal ziemlich geflasht, haben dann aber doch recht zügig unsere Plätze eingenommen. Als es dann endlich so weit war und die Show begann, kamen wir aus dem Staunen wirklich kaum mehr heraus. Die Make-Ups waren natürlich sehr gewagt und meistens nicht im Alltag tragbar, dennoch waren die Video, die an den großen Bildschirmen in der Halle gezeigt wurden, wunderschön. Unter den Models waren Lena Gercke, Bonnie Strange und Stefanie Giesinger. Ich kann die ganze Show eigentlich in einem Satz zusammenfassen: es war der Hammer! Zum Ende hin gab es einen Glitterregen und die Aftershowparty wurde eingeleitet. Sarah und ich blieben noch etwas, bevor wir uns beide mit unsere Maybelline Goodie Bags auf den Weg zurück machten.

Bilder : via Ok-Magazin

An diesem Abend wollten mein Freund und ich zusammen mit einer Freundin eigentlich noch auf die (hab ich mir sagen lassen) legendäre Party von Dandy Diary – da wir aber aber sehr spät dran waren, hatten wir keine Chance mehr reinzukommen. Im Nachhinein bin ich sehr dankbar dafür, denn der nächste Tag sollte noch sehr viel anstrengender werden.

Am Dienstag mussten wir schon um 7 Uhr aufstehen – denn es ging zur Panorama Messe. Dort angekommen, holten wir erstmal unsere eigenen Presse-Ausweise ab (ein bisschen stolz war ich schon). Die Messe war nicht nur riesig, sie war auch absolut sehenswert. Von den großen Topmarken bis hin zur kleinen Manufaktur war alles dort vertreten. Wir verbrachten dort einige Stunden und wurden Besitzer vieler neuer Visitenkarten.

Im Anschluss daran machten wir uns noch kurz auf den Weg zum Fashion Blogger Café in der Heeresbäckerei. Ein bisschen schwer taten wir uns schon, bis wir das Gebäude dann doch endlich gefunden hatten. Die Halle war natürlich voll mit Fashionbloggern aus ganz Deutschland und vielen interessanten Marken. Es war schön dort einige Bloggerinnen kennenzulernen, die man davor nur aus Instagram kannte. Dort gab es auch die Möglichkeit, sich die Haare zu stylen, die Nägel wieder flott machen zu lassen oder einfach von den leckeren Knabbereien von Lieferando zu probieren. Alles in allem war es ein schönes Event, auch wenn wir dort gar nicht mehr so viel Zeit verbringen konnten.

Bilder: via styleranking

Am Abend folgte dann das nächste Highlight: die Fashion Show von Riani und damit meine erste Show im Kaufhaus Jandorf in der Brunnenstraße – dem Herz der Fashion Week. Ich kann euch gar nicht sagen, WIE beeindruckt ich war, als ich zum ersten Mal diese Gebäude betreten habe. Ähnlich wie bei Maybelline liefen einem die ganze Zeit nur die Topblogger, Youtuber und Promis aus Deutschland vor der Nase herum. Die Location an sich war zwar nicht gerade „edel“, aber trotzdem war ich unglaublich stolz, dort hineinzukommen. Die Show an sich war natürlich wieder voll mit bekannten Laufstegmodels. Die Mode an sich war zwar nicht unbedingt zu 100% mein Stil (ich bin einfach nicht der Typ für Knallpink) aber auch hier gab es tolle Designermode zu sehen. Die Aftershowparty war ein weiteres besonderes Erlebnis. Man konnte sich hier mit allen Promis unterhalten. Ich weiß, das sind natürlich auch alles nur Menschen, aber trotzdem war es für mich einfach etwas Besonderes. Völlig platt und erschöpft ging es dann gegen 23:00 Uhr für uns zurück ins Hotel.

Bild: via elle.de

Und plötzlich war es schon Mittwoch, mein persönlich letzter Tag auf der Mercedes Benz Fashion Week. Beginnen sollte dieser mit der Show von Leonie Mergen – wieder im Kaufhaus Jandorf. Und dieses Mal hatten wir wirklich den Jackpot und einfach mal Front Row Tickets. Die Mode war unglaublich schön und es gab wirklich zu viele Teile, die ich am liebsten gleich mit nach Hause genommen hätte. An dieser Stelle: Wow, Frau Mergen, ich bin absolut begeistert! Aber überzeugt euch selbst.

Nach einer kurzen Burger-Stärkung ging es dann weiter dem nächsten Event: dem Berliner Mode Salon im Kronprinzenpalais. Hier hatte ich das Gefühl, dass sich nur das Who-Is-Who der deutschen Modeszene traf. So viele traumhafte Designermoden in einem Gebäude – ich war im Himmel. Was soll ich groß dazu sagen, auch hier traf man die ganze Zeit auf deutsche Prominenz und große Fashionblogger. Ich war die ganzen Zeit nur am Staunen und Fotos machen – also lassen wir die doch einfach mal für sich sprechen.

Danach ging es weiter zur nächsten Show: die von Ivanman. Dass Ivanman nur Männermode designt war dieses Mal für meinen Freund gar nicht so uninteressant. Leider gab es hier einen kleinen Engpass mit der Zeit: ich war noch zur Laurél-Show im Kaufhaus Jandorf eingeladen – diese wollte ich um jeden Preis sehen. Ich musste die Show leider verlassen, bevor sie anfing. Ich ärgere mich im Nachhinein natürlich sehr, die Bilder der Kollektion sahen einfach super aus und auch mein Freund war davor echt begeistert.

Also machte ich mich auf den Weg zur letzten Show unseres Berlin Trips: der Laurél-Show. Ich hatte das Glück einen Sitzplatz in der zweiten Reihe gleich am Anfang des Laufstegs ergattert zu haben. Ich will gar nicht lange um den heißen Brei herumreden: die Kollektion war traumhaft. Es gab wirklich kaum ein Teil, das mir nicht gefallen hat. Ich bin immer noch platt, wie gut Laurél meinen Geschmack getroffen hat. Auch wenn diese Mode für mich erstmal unerschwinglich bleibt, so hoffe ich trotzdem, dass sich die Trends dieser Show im nächsten Winter durchsetzen. Sie müssen einfach!

Bilder: via Laurél

Und somit war meine erste Fashion Week in Berlin dann auch schon wieder vorbei – wir machten uns dann fix auf den Weg zum Flughafen und hebten dann mit einer halben Stunde Verspätung um 22:00 Uhr Richtung München ab.

Mein Fazit: Ich bin sprachlos. Nein, übertreiben will ich nicht, aber diese drei Tage waren ein unvergessliches Erlebnis für mich. Ich hatte zu keiner Sekunde das Gefühl, dass ich nicht wertgeschätzt werde. Natürlich erleben große Blogger die Fashion Week doch ein wenig anders als ich zum Beispiel, aber ich bin so dankbar für jedes Event und jede Show, die ich besuchen durfte. Meine Ängste waren also vollkommen unbegründet und ich werde im Sommer definitiv wieder dabei sein.

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6 Kommentare

  1. Januar 22, 2017 / 3:52 pm

    Wie cool das du dabei warst! Irgendwann möchte ich auch mal dabei sein 😀
    Die Bilder erwecken einen schönen Eindruck 🙂

    Liebe Grüße,
    Susanna

  2. Januar 22, 2017 / 4:42 pm

    wow ein toller einblick 🙂 ich kann dich verstehen – heuer war ich es die letzte woche vo der handy gesessen ist und alle instastories und bilder von der FW gesehen hat 🙂
    glg katy

    http://www.lakatyfox.com

  3. Januar 22, 2017 / 5:42 pm

    Hey Lisa,
    zuerst schade natürlich, dass wir uns verpasst haben – aber dein Blogpost ist der Hammer! Gefällt mir sehr. Da kann ich als Neuling in der Bloggerwelt definitiv noch einiges von dir lernen 🙂
    Deine Woche in Berlin hört sich definitiv anstrengend aber auch sehr erfolgreich an.
    Welches der Outfits hat dich am meisten denn weggehauen? :))

    LG
    Emre x emvoyoe
    http://www.emvoyoe.de

  4. Januar 23, 2017 / 1:04 pm

    Schön, dass du so tolle Erlebnisse auf deiner ersten FW hattest! 🙂
    Ich möchte irgendwann auch unbedingt mal hin ❤

    Liebe Grüße
    Chrissy | arosegoldworld.wordpress.com

  5. Patrick
    Januar 23, 2017 / 1:25 pm

    Grüß dich,

    sehr interessanter Artikel.
    Interessant wäre hier, wie du in den verschiedenen Veranstaltungen hereingekommen bist?
    Woher hattest du dafür Einladungen bekommen? Direkt auf der Messe oder vorab per E-Mail-Abtausch

    Wie Viel Vorher musstest du mit der Anfrage für den Presseausweis beginnen? Hast du nur den Blog als Referenz genannt?

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