PERSONAL: UNDER THE SURFACE

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under the surface {adv.}  – untergründig [nicht sichtbar, verborgen]

So lautet der Titel meines heutigen Blogposts. Da mein letzter Beitrag zum Thema ‘ME AND MY BODY’ so gut bei euch ankam, habe ich beschlossen meine neue Kategorie ‘Personal‘ häufiger mit neuen Posts zu füttern. Und tada, hier ist bereits der zweite.

Also kommen wir zurück zum Titel. Under the surface. Ich möchte euch heute einen kleinen Einblick in mein Leben und meine Arbeit als Bloggerin geben. Denn lustiger Weise wird mir bei einem Treffen mit alten Bekannten keine Frage häufiger gestellt, als die nach meinem Beruf. “Achso, du machst jetzt das mit Instagram?”, ist dann die häufigste Reaktion auf meine Antwort “Ich bin Bloggerin”. Und nein. Ich meine nicht nur das mit Instagram. Ich distanziere mich immer ganz gezielt von dem Begriff “Influencer”, denn ich das bin ich nicht. Nicht nur.

Seit mehr als 5 Jahren sitze an ich an diesem Baby hier. Meinem Blog. Meiner Website. Meinem virtuellen Tagebuch. Denn damit habe ich ganz ursprünglich begonnen – mit dem Schreiben. Schon seit ich überhaupt Buchstaben in einen Computer tippen kann (und das kann ich dank meinem Papa schon sehr lange) habe ich geschrieben. Geschichten, Gedichte, was in meinem Kopf so herumgeschwirrt ist. Leider gab es zu dieser Zeit noch keine Blogs, sonst hätte ich wahrscheinlich einen über “Mein Leben in der 4. Klasse” gestartet. War vielleicht auch besser so.

Das mit dem Fotografieren habe ich auch von meinem Dad gelernt. Ab und zu kommen ihm nämlich ein paar Schnapsideen – und eine davon war es, sich eine hochwertige Spiegelreflexkamera anzuschaffen. Das ist schon mehr als 10 Jahre her. Auch wenn ich in der ersten Zeit nur die “Vollautomatik”-Funktion genutzt habe, habe ich immer mehr Gefallen am Fotografieren gefunden. Denn ja, auch damals gab es schon Social Media – in Form von Myspace. Und auch hier wollte ich öfter mal mit schönen Profilfotos glänzen – dafür war dann die Spiegelreflexkamera perfekt.

Warum ich nicht schon früher einen Blog gestartet habe, kann ich euch genau sagen. Ich weiß, ich betone immer, dass ich vom Dorf komme, denn das tue ich ja auch. Aber dort ist es relativ schwierig, Dinge zu machen, die nicht als “normal” gelten. Wenn also jeder über einen selbst besser Bescheid weiß, als man selbst über sich, muss man das Selbstbewusstsein eines “The Rock” haben, um mit etwas “Ungewöhnlichem” zu starten. Bilder von sich in ausgefallenen Outfits ins Netz zu stellen und dazu noch persönliche Texte veröffentlichen? Sorry, in diesem Fall war ich eher Neville Longbottom als “The Rock”.

Also dauerte es ein paar Jahre, genauer gesagt, bis ich 20 war, bis “Blogs” auch bei uns gelesen und als “okay” gefunden wurden und der ein oder andere anfing, Bilder bei Instagram zu posten. Mich eingeschlossen. So fasste ich den Mut und begann, mir einen eigenen Blog zu basteln. Damals noch unter einem anderen Namen und eher für mich als für die Öffentlichkeit.

Erst als ich vor vier Jahren nach München gezogen bin, hatte ich den Mut meinen Blog öffentlich zu machen. Ich will nicht lügen, den ein oder anderen dummen Spruch durfte ich mir natürlich trotzdem anhören. Zwar meistens von Leuten, die sich mit der Materie Null Komma Null auseinander setzten, aber verletztend war es trotzdem. Immer wieder holte ich mir deshalb Inspirationen von anderen Bloggern. Ich las viele Blogposts, wie andere mit solchen Kommentaren umgingen. Und es war ein Satz, der mich immer wieder motivierte: “Just keep going” – Mach einfach weiter. Egal, wie viele Niederschläge kamen (und ja, es waren einige), ich liebte das was ich tat (obwohl es zu der Zeit nur mein Hobby war) und ich machte weiter. Zum Glück.

Von Beginn an

war es meine Familie, die mich immer unterstützte. Ganz egal, ob meine Mama mir wieder irgendeinen Lippenstift, eine Strumpfhose, oder sonst irgendwas mitbringen sollte. Ich weiß auch nicht, wie oft sie mit mir zum Shoppen gefahren ist, nur weil ich ein bestimmtes Teil bei h&m wollte – sie tat es einfach. Genauso wie mein Papa. Ganz egal, wie oft oder wann ich ihn nach “Fotos machen” fragte, er nahm sich die Zeit (meine Mama und meine beiden Brüder habe ich übrigens auch des öfteren zum Fotografieren eingespannt…). Wie gesagt, damals war es nur ein Hobby und trotzdem haben sie anscheinend schon gemerkt, wie viel Liebe, Zeit und Leidenschaft ich darin investiert habe.

Dass irgendwann mal mein Hobby zu meinem Beruf werden würde, hätte ich nie gedacht. Aber ja, es kam so. Und für all die jenigen, die immernoch nicht wissen, was ich eigentlich arbeite: Ja, ich bin Bloggerin. Ich plane Shootings, Outfits und Locations. Ich fotografiere und bearbeite Fotos. Ich schreibe Texte wie diese hier, um sie später hier hochzuladen – und das alles SEO-optimiert. Ich betreibe einen Instagram-Channel und plane meine Postings, meinen Feed und meine Kooperationen mehrere Wochen im Voraus. Ich besuche Meetings und Events von Kunden, verreise für Kooperationen und plane Kampagnen. Gleichzeitig muss ich mich um andere Angelegenheiten wie Steuern, Versicherungen usw. kümmern. Also nein, ich mache “nicht nur dieses Instagram”. Aber ich liebe genau das, was ich tue. Nämlich meinen Job. Und ich kann mir im Moment auch keinen anderen vorstellen, den ich lieber machen würde.

Es gibt auch einen zweiten Grund

weshalb ich diesen Beitrag ‘under the surface’ genannt habe. Nämlich die dazugehörigen Fotos. Vielleicht habt ihr sie schon in meinem Instagram-Feed entdeckt. Warum ich auf einmal Fotos im Wasser machen wollte? Weil ich in letzter Zeit keine Lust mehr auf die Standart-Streetstyle-Fotos habe. Ich möchte betonen, dass das nur für mich und meine Fotos gilt – andere Streetstyle-Fotos von anderen Bloggern schaue ich mir deshalb natürlich weiterhin genauso gerne an. Ich selbst möchte einfach etwas neues ausprobieren, mich und meinen Stil neu entdecken, wieder kreativer werden. Denn das war ja hauptsächlich der Grund, weshalb ich mit meinem Blog gestartet habe. Ich hatte einfach zu viele Ideen in meinem Kopf und musste diese irgendwo festhalten. Also ja, früher war ich irgendwie kreativer als bis vor einiger Zeit.

Aber genau das ist das schöne an meinem Job. Ich kann mich immer wieder neu erfinden, neu entdecken. Aktuell spiele ich einfach gerne mit den Locations, mit Sonne und Schatten, mit Effekten. Und ja, ich habe weiterhin das Glück, dass ich in meinem Vorhaben und in meinen Ideen unterstützt werde. Von meinen lieben Bloggerkolleginnen und -kollegen, die sich immer die Zeit und Mühe geben, mit mir zu shooten, sich mit mir über Ideen auszutauschen und diese auch mit mir zu planen und umzusetzen. Ganz genauso wie meine Familie es immer getan hat und auch weiterhin tut. Wie bei diesem Wassershooting.

Es war ein heißer Samstagmorgen. In meinem Kopf hatte ich schon einige Locations überdacht, aber der entscheidende Hinweis kam von meinem Bruder. Also packten wir morgens einfach meinen Papa, mein Patenkind, meine Cousine, meinen Cousin, meinen Opa, meine Tante und meinen Onkel ein und ja – wir fuhren alle gemeinsam in aller Frühe zu einem Fluss in unserer Nähe. Alle wollten einfach mal bei einem Shooting dabei sein und sehen, wie das denn so abläuft. Ich gestehe: ich bin definitiv kein einfaches “Model” – ich bin ein echter Perfektionist. Alle Fotos muss ich erst einmal abchecken, ob das Licht und die Einstellungen passen und ob mir das Setting im Allgemeinen gefällt. Trotzdem haben mir alle geholfen, mir meine Sonnenbrille oder meine Schuhe gebracht oder gehalten, oder sich, wie mein Dad, einfach volle Kanne ins Wasser gelegt, nur um ein gutes Foto zu erhalten. Ich weiß, dass diese Art von Unterstützung absolut nicht selbstverständlich ist und ich weiß diese wirklich mehr als zu schätzen. Ich kann nicht in Worte fassen, wie dankbar ich bin, eine solche Familie haben zu dürfen!

Abschließend bleibt mir nur euch nach eurer Meinung zum heutigen Blogpost zu fragen. Gefallen euch die Bilder und wünscht ihr euch in Zukunft auch häufiger solche “kreativen” Fotos? Ich bin sehr auf eure Meinung gespannt und freue mich auf eure Meinungen und Kritiken dazu!

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